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Fortbildungsstandort Süden

Durchführung


Gemeinsame Diagnostik
© J. Biernat

Die Ausbildung zum Huforthopäden nach Jochen Biernat findet zur Zeit ausschließlich am Deutschen Institut für Huforthopädie statt, dessen Hauptsitz in Morbach im schönen Hunsrück ist. Ziel ist neben der Weitergabe grundlegender anatomischer Kenntnisse und handwerklicher Fertigkeiten, die Fähigkeit zu vermitteln, individuelle Hufsituationen zu erkennen und zum Wohle des Pferdes optimieren zu können.

Die Ausbildung erfolgt in Theorie und Praxis und dauert 24 Monate, auf 17 Kursmodule verteilt. Die jeweils zweitägigen Kursmodule finden am Wochenende statt, um eine nebenberufliche Ausbildung zu ermöglichen. Diese wird durch eine Zwischenprüfung in ein Basisstudium und ein Praxisstudium gegliedert. Nach erfolgreicher Ablegung dieser Zwischenprüfung und auf Empfehlung des Prüferrates beginnt das so genannte Praktische Jahr mit Ausbildungseinheiten auf den unten vorgestellten Höfen und mit Praktika bei etablierten DIfHO®–Huforthopäden.  In dieser Zeit sollte es auch zur ersten selbständigen Hufbehandlung kommen. Ein Berichtsheft wird in vorgegebener Form angelegt und stellt später eine der  Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung dar.
Beide Prüfungen bestehen aus einem theoretischen und selbstverständlich aus einem praktischen Teil.

Das Prüferteam setzt sich aus einer Auswahl erfahrener Huforthopäden zusammen, die sämtlich im Besitz der DIfHO®–Marke sind und sich darüber hinaus als fähig und geeignet erwiesen haben, dieses schwierige Amt zu übernehmen.

 


Zangenprobe >> Vergrössern
© J. Biernat

Mit Nutzungsbeginn der neuen Räume im Mai 2004 im Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftlichen Schule in Morbach haben sich die Ausbildungsbedingungen entscheidend verbessert. So stehen im DIfHO®– Stammhaus neben dem Schulungsraum für ca. 20 Personen zusätzlich für auf Sparsamkeit bedachte Auszubildende, zehn Schlafplätze in zwei Schlafräumen mit Duschen und sanitären Anlagen zur Verfügung.

Unterlagen zur Ausbildung erhalten Sie bei unter Angabe Ihrer Postanschrift bei: adriane.georgi@web.de

Praxis

Unter dem Motto „Lernen und helfen“ werden seit 2005 die praktischen Teile der Ausbildung auf Höfen durchgeführt, deren Tierhaltung sich in jeder Hinsicht dem Tierschutzgedanken verpflichtet fühlt.


Die praktische Ausbildung in Belgien >> Vergrössern
© A. Georgi

Wechselweise geschieht dies in Oberscheidweiler bei Wittlich in der Südeifel oder im grenznahen Belgien bei Aachen. Es wird versucht, die Auszubildenden jeweils derjenigen  Ausbildungsstaffel zuzuordnen, die ihrem Wohnort näher liegt.


Übungspferde in Belgien
© A. Georgi

Ausbildungsstaffeln Süd


Der Mauritiushof in Oberscheidweiler ist der Ausbildungshof des DIfHO®–Stammhausesfür die praktischen Unterrichtsmodule. Es handelt sich um einen wunderschön gelegenen Ferienreithof für Kinder, mit ca. 40 hofeigenen und privaten Pferden, die mit nur wenigen Ausnahmen ohne Eisen durchs Leben gehen dürfen. Gruppenhaltung in durchdachten Laufställen mit Paddocks, ausreichende Weiden (18 ha) sowie sehr bemühtes Personal bieten den vierbeinigen Bewohnern beste Lebensbedingungen. Die gastfreundlichen Hofbetreiber bieten zusätzlich den perfekten Rahmen zur praktischen Ausbildung.

Kinder können hier bereits mit zwei Jahren spielerisch an die Ponys herangeführt werden. Ab vier Jahren geht es in der Führzügelklasse auf den Pferderücken und ab sieben Jahren werden sie in den Reiterpensionsbetrieb aufgenommen, in dem auch Prüfungen wie Reiterpass oder Kleines und Grosses Hufeisen abgelegt werden können. Besonders beliebt sind natürlich die Reiterferien für Kinder.

Weitere Infos hierzu: Telefon: 06574-8888, oder http://www.mauritiushof.de/

Im DIfHO-Stammhaus in 54497Morbach:                                                                                                                       Wir bilden in modern und freundlich ausgestatteten Räumlichkeiten aus, in entspannter Atmosphäre und sind dennoch mit dem nötigen Ernst und im Bewustsein der schwierigen Materie bei der Sache.

Unten: Jochen Biernat im Dialog mit Studentinnen der 14. Staffel im DIfHO-Stammhaus in 54497 Morbach

 

Wesentlicher Bestandteil der theoretischen Ausbildung, ist neben der diagnostischen und praktizierten Huforthopädiedie Einführung in die spezielle Röntgendiagnostik, sowie ein "tiefer Einblick" in die inneren Strukturen der Zehenglieder und Hufe. Sezieren, um die in der Theorie erworbenen Vorstellungen in der Praxis nachvollziehen zu können.  

Unten im Behandlungsraum der Hufrehastation Oberscheidweiler:                                                                Studentinnen und Studenten der 13. und 14. Ausbildungsstaffeln sezieren Pferdebeine, ....


.....aufmerksam beobachtet von Nadine Stecker, Mitglied des DIfHO-Ausbildungs- und Prüferteams.  (linkes Foto links)  

Unten: Die verwaisten Seziertische während der wohlverdienten Mittagspause. Unverkrampfter und pragmatischer Umgang mit den Studienobjekten sind unabdingbare Foraussetzungen, sich der sehr speziellen Materie offen und verantwortungsbewusst nähern zu können.   


Unten: "Büffeln" für die bevorstehende Abschlussprüfung. Studentinnen und Studenten der 13. und 14. Staffel bei der Generalprobe im Schulungsraum des DIfHO-Stammhauses in Morbach.

Unten rechts: Gruppenbild der 13./14. Staffel mit "Genscher". In der vorderen Reihe rechts Adriane Georgi, dahinter Jochen Biernat. 

 


Ausbildungsstaffeln Nord

Der private Gnadenbrothof „Les Amis de Cheval“ in Remersdael in Belgien (20 min. von Aachen) hat seinen Grundbestand an Ponys und Pferden durch die Auflösung eines Ponyhofes erhalten. Sie weisen ein Gesamtalter von ca. 450 Jahren auf! Aber naturnahe Herdenhaltung auf 40 ha Wiesen lassen auch weit über 30jährige noch lange nicht ihre Lebenslust verlieren. Viele der über 20jährigen tragen noch ab und zu Kinder und gehen mit ungeahnter Energie auf Ausritte mit. Auch einige Privatpferde, die von ihren Besitzern hier ihr verdientes Gnadenbrot bekommen, gehören zur großen Herde. Die  meisten dieser Pferde haben hier, zuvor als austherapiert oder als gefährlich geltend, ein dauerhaftes Zuhause gefunden. Eine vernünftige Haltungsform sowie das Händchen von Tierheilpraktikerin und Pferdewirtin Inge Dahmen haben bisher noch jedem „angelieferten“  Pferd zu einem schönen restlichen Leben verhelfen können. Mit ihrem Mann arbeitet sie ständig daran, ihren Hof und seine Möglichkeiten weiter zu verbessern. Individueller Reitunterricht, herrliche Wanderausritte, Seminare für Tierbesitzer, Pferdehalter und angehende Tierheilpraktiker gehören bereits zum Angebot. Urlaub in dieser schönen, hügeligen Umgebung, auch mit dem eigenen Pferd, wird in naher Zukunft ebenfalls möglich sein.


Durch die familiäre Verbindung zur Huforthopädin und DIfHO®–Ausbildungsleiterin Adriane Georgi mussten diese günstigen Vorrausetzungen geradezu für die Huforthopädie-Ausbildung herangezogen werden. Neben dem praktischen Nutzen für den einzelnen Schüler ergibt sich das gute Gefühl, dieses Pferdeparadies unterstützt zu haben. Für die Schüler, aber auch für jeden anderen interessierten Pferdefreund, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, kleine Patenschaften für „sein“ Pony oder Pferd zu übernehmen. (Infos bei adriane.georgi@web.de

 
Um den Auszubildenden die zweistündige Fahrt von Morbach nach Belgien zu ersparen, finden die Kursmodule, die praktische Arbeitstage beinhalten,  komplett in Belgien statt. Auch sämtliche Prüfungen werden hier abgenommen.
Im bequemen Seminarraum findet der Unterricht mit den technischen Möglichkeiten der Moderne statt.

Hier versucht die 15. Staffel einem Huf seine Geheimnisse zu entlocken.


Der große, helle, luftige Laufstall bietet ausreichend Raum für die praktische Arbeit am Huf. Hier Teilnehmer der Staffel 12a an ihrem letzten Termin vor der Abschlußprüfung.





Die familäre Bindung und die gute Kooperation zwischen Tierheilpraktikerin und Huforthopädin legte es nahe, auch diesen Hof als "Reha-Zweit-Station" zu nutzen. 

Am 07./08. Juni 2008 konnten die Teilnehmer der 17. und 18. Staffel ihr heiß ersehntes erstes Wochenendmodul absolvieren. Es hat sich als sinnvoll heraus gestellt, die parallel laufenden Nord- und Süd-Staffeln in einem ersten germeinsamen Termin zusammen zu bringen. Die Sonne lacht ebenso wie die Teilnehmer nach einem anstrengenden, aber äußerst interessantem Wochenende.