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Jochen Biernat…
Als kämpferischer Geist und geborener Skeptiker musste Jochen Biernat
vor ca. 30 Jahren die herkömmlichen, oft unglaubwürdigen
Interpretationen zur Lösung von Hufproblemen in Frage stellen. Mit
einer Kombination aus Skepsis, Neugier, analytischem Denken und einem
absoluten Willen zur Unabhängigkeit suchte er nach neuen Wegen. Seine
Vorliebe für lange Wanderritte bot ausreichend Gelegenheit die Hufe
seines Pferdes zu pflegen und zu studieren. Endgültiger Wendepunkt war
seine legendäre Juraüberquerung im Rahmen eines internationalen
Wettbewerbs, den er mit seinem Pferd "Chico" gewann. In diesen
Extremsituationen wurde ihm die Abhängigkeit von Eisen überdeutlich
bewusst, aber auch die Verfremdung der Bewegungs- und Tastorgane des
Pferdes durch dieselben. Außerdem fielen ihm, die oft sehr
unterschiedlichen Beurteilungen durch Hufschmiede wie auch die oft
nicht zu übersehende Hilflosigkeit der Tierärzte bei der
Lahmheitsfindung immer deutlicher ins Auge. Mit jeder Lösung, die er
selbst für ein Hufproblem fand, entstand allerdings eine neue Frage und
damit der Wunsch, auch für diese eine Antwort zu finden.
Sehr
bald schon wurde er auch zu anderen Pferden gerufen, nicht viel später
auch außerhalb seines reiterlichen Umfeldes. Damit begannen harte
Lehrjahre voller Bereitschaft zur neuen Erkenntnissen und dem Bestreben
auch aus vergangenen Fehlern zu lernen. Getreu seiner Devise „was
kümmern mich meine Ansichten von vor 20 Jahren“ wird Jochen Biernat
auch zukünftig Ehemaliges überprüfen und dabei feststellen, dass die
Physiologie der Hufe umso vielfältiger und faszinierender wird, je
besser man sie zu kennen glaubt.
Angelika Engelmann…
wurde 1969 geboren und erlernte nach dem Abitur den Beruf der
Bankkaufrau. Nach erfolgreichem Abschluss 1992 folgte eine
Weiterbildung zur Sparkassenbetriebswirtin. Seit 1995 ist sie als
Vermögensberaterin in Teilzeit tätig und kümmert sich außerdem um ihren
1998 geborenen Sohn. Die Geradlinigkeit ihres Lebens wurde schmerzlich
unterbrochen als ihre Ponystute Valentina an Hufkrebs erkrankte. Eine
lange Odysee folgte, welche demnächst in unserer Rubrik Fallbeispiele detailliert nachzulesen sein wird. Nachdem die Methode Biernat ihr
eigenes Pferd rettete, trat sie zur Ausbildung an und bestand Anfang
2004 ihre Prüfung zur Huforthopädin. Aufgrund ihrer Erfahrungen
entwickelte sie sich bald zur Hufkrebsspezialistin und assistiert am
DIfHO®. Mit der ihr eigenen Genauigkeit hat Angelika die theoretischen
Prüfungen und die administrativen Abläufe innerhalb des Institutes systematisiert.
Adriane Georgi…kam auf Umwegen durch die Huforthopädie zu ihrem Traumberuf: Tieren,
insbesondere Pferden, zu helfen. 1963 in Aachen geboren, studierte sie
nach dem Abitur Kunstgeschichte und Klassische Archäologie. 1989 folgte
eine Ausbildung zur Verlagskauffrau, um im familieneigenen
Kunstkalenderverlag die Kalenderredaktion aufzubauen und 10 Jahre zu
leiten. Da das Interesse für Tiere nicht nachlassen wollte, begann
Adriane 1997 mit verschiedenen Ausbildungen zur Tierheilpraktikerin.
Kaum waren diese erfolgreich abgeschlossen, lernte sie aufgrund der
Hufprobleme ihres Arabers die Hufbearbeitung nach Jochen Biernat
kennen. Die Prüfung zur Huforthopädin erfolgte im Januar 2004. Eine
kleine Reitschule und eine Dozentenstelle musste sie zugunsten ihrer
kleinen Familie (Tochter geb. 1999) und der huforthopädischen
Tätigkeit aufgeben. Heute engagiert sich Adriane außerdem am DIfHO® als
Bereichsleiterin für Praktische Prüfungen und als Ausbildungsleiterin.
Jürgen von Grumbkow-Pfleiderer… kam 1975 in Backnang zur Welt und ist
gelernter Klima- und Kältetechniker bei Daimler Chrysler.Nachdem er
mit 20 Jahren zum stolzen Pferdebesitzer wurde, besuchte er mehrere
Hufkurse, u.a. bei Armin Kasper und dem VDÖB. A ls er bei einem Pferd
mit Problemhufen an die Grenzen seines Könnens stieß, begann er 2000
die Huforthopädieausbildung bei Jochen Biernat und absolvierte 2002 die
Abschl ussprüfung. Vom "Hufvirus" gepackt, gab Jürgen seine gesicherte Stellung bei Daimler auf und widmet sich seitdem in Vollzeit den Pferdehufen. Jürgen erlangte eine gewisse Berühmtheit als er 2003 die
Hufe eines Pferdes der CAVALLO–Redaktion wieder korrigieren konnte,
welche ein Schmied mit ausgewiesen guter Reputation auf einen äußerst
schlechten Weg gebracht hatte. Am DIfHO® ist er seit 2004 im
Prüfungsgremium und seit 2005 als Ausbildungsassistent tätig. 2004 hat
er seine Dörthe geheiratet. Durch ihre tatkräftige
Unterstützung können die Beiden auf ihrem eigenen Hof drei Paddockboxen als
Huf-Reha-Station anbieten.
Seit einiger Zeit begeistert er sich mit seiner Frau Dörthe außerdem für das Westernreiten.
Nad ine Stecker...1977 geboren, setzte sich nach dem Abitur 1996 in den Kopf, Trainerin im Westernreiten zu werden und dies auch hauptberuflich
auszuüben. Sie durchlief ein Jahr lang diverse Praktika bei
renommierten Westerntrainern in Deutschland und musste realisieren,
dass es ohne das nötige Kleingeld schwierig war, von diesem Beruf zu
leben.
Aus diesem Grund beschloss sie erst einmal einen
anderen Beruf zu erlernen und wurde Polizeibeamtin, wissentlich,
irgendwann doch wieder mit Pferden arbeiten zu wollen. Parallel zu
ihrem Polizeistudium erlangte sie den Trainerschein im Westernreiten
und begann auch noch im Jahr 2000 die Ausbildung zur Huforthopädin. Zu
dieser Entscheidung kam sie - wie auch die meisten anderen Kollegen -
durch ihre eigenen Pferde, denen mit der konventionellen
Hufbearbeitung seit Jahren keine Lösungen für Lahmheiten und/oder
Hufprobleme geboten werden konnten. Die Huforthopädie brachte endlich
die lang ersehnten Antworten auf sämtliche Hufprobleme ihrer Pferde.
Der Traumberuf war gefunden... 2001 wurde sie als Polizeikommissarin auf die
Menschheit losgelassen, hängte die Uniform 2006 aber dann endgültig an
den Nagel, um sich ganz den Pferden widmen zu können. Seitdem ist Nadine als Ausbildungsassistentin und Seniorprüferin am DIfHO tätig.
 Lothar Kahl....lebt seit seiner Geburt 1953 in Mittelhessen und arbeitet seit über
dreißig Jahren als Lehrer an Integrierten Gesamtschulen. Er
unterrichtet Mathematik, Chemie und manch anderes... Seit fünfzehn
Jahren hält er zusammen mit seiner Frau Connemaras in Eigenregie. Dazu
gehörte auch immer die Hufbearbeitung. Das angeeignete Wissen erwies
sich jedoch als unzureichend. Da Not oft den Blick weitet, fiel dieser
auf die Huforthopädie, die seither nicht nur seinen Pferden half bzw.
hilft, sondern auch - seit der Abschlussprüfung im März 2006 – seinen
vierbeinigen Kunden und deren Besitzern. Für ihn ist diese Form der
Bearbeitung zur Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Hufgesundheit ein
Weg, zu dem es keine Alternative gibt.
Seit 2007 unterstützt Lothar Kahl das Team der Ausbildungsassistenten und Prüfer.
Isabel Mast wurde 1974 in Baden-Baden geboren und machte nach dem Gymnasium eine
Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel. Sie kam ebenfalls durch ihr
eigenes Pferd zur Huforthopädie. Aufgrund langjähriger Lahmheiten ihrer
Stute wurde sie mit den unterschiedlichsten Meinungen und
Therapievorschlägen seitens der Tierärzte und Schmiede konfrontiert,
die jedoch allesamt nicht zur Verbesserung der Situation beitragen
konnten. Durch Medien wurde sie 2003 auf die Huforthopädie nach Jochen
Biernat aufmerksam und entschied sich, diese Methode der
Barhufbearbeitung auszuprobieren. Sie stellte fest, dass die
Hufsituation ihres Pferdes sich nach der Eisenab nahme und Bearbeitung
nach der Methode von Jochen Biernat drastisch verbesserte, einhergehend
mit einem Verschwinden der Lahmheiten. Begeistert und überzeugt durch
diese neuen Möglichkeiten und Chancen zur Wiederherstellung gesunder
Hufe und den damit verbundenen positiven Effekten für die
Gesamtgliedmaßensituation begann sie 2005 selbst die Ausbildung zur
Huforthopädin und legte 2006 ihre Abschlussprüfung ab. Durch die hohe
Nachfrage von Kunden konzentrierte sie ihr berufliches Engagement mehr
und mehr auf die Huforthopädie, die sie nun als Vollzeit-Beruf ausübt.
Seit September 2007 unterstützt Isabel Mast das Team der
Ausbildungsassistenten und Prüfer.
Wolfgang Nolte, 1960 geboren, machte 1979 sein
Abitur um danach Bildhauerei zu studieren. Nach bestandener Aufnahmeprüfung
stellte er allerdings fest, dass er doch mehr ein guter Handwerker werden
wolle, als ein Künstler unter vielen. Daraufhin erlernte er den Beruf des Keramikers
mit Schwerpunkt Kachelofenbau und machte sich mit 26 Jahren selbstständig. Über
die eigenen Pferde und den Wunsch eine verlässliche und gute Hufbearbeitung
selber machen zu können, entschied er sich 2005 für eine Ausbildung am DIfHO.
Seit 2009 widmet er sich hauptberuflich den Pferdehufen. " Es ist einfach
sehr schön eine Arbeit an Pferden auszuüben, mit der man täglich so viel Gutes
bewirken kann"
Lisa Packebusch wurde 1984 in Braunschweig geboren. Im Alter
von 8 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zu Pferden, die sie über das Voltigieren
und Reiten später zur Huforthopädie führte. 2003 machte Sie ihr Abitur und
begann direkt danach eine Ausbildung zur Damenschneiderin, die sie 2006
abschloss. Nicht zufrieden mit dieser Berufswahl fing sie 2007 eine Ausbildung
zur Tiermedizinischen Fachangestellten in einer Pferdeklinik an. Parallel dazu
startete sie ihre Ausbildung zur Huforthopädin, welche sie 2009 abschloss.
Seitdem ist sie als Ausbildungs- und Prüfungsassistentin im DifHO tätig und
leitet seit 2011 die Seziertermine und ab 2012 spezielle Fortbildungen. Seit
2008 studiert sie in Wien Tiermedizin und hofft, dass sie das Studium 2014
beenden wird.

Maria Hennings,
1964 in Leverkusen geboren, bekam als Tochter eines Landwirts schon
sehr früh Kontakt zu Tieren. Mit 11 Jahren begann die „Pferdekarriere“
zunächst mit der „normalen Reiterei“, und führte sie 2001 zu
Parelli–Natural–Horsemanship. Dies brachte sie zu vielen
völlig neuen Sichtweisen im Umgang mit den Pferden. Die vorher
„normalen“ Dinge im Umgang hinterfragte sie nun noch deutlicher….
Diese kritischen Betrachtungen endeten nicht oberhalb
der Hufe und so begann sie 2004 die Ausbildung zur Huforthopädin nach
Jochen Biernat.
Die Abschlussprüfung legte Maria im Januar 2006 ab
und unterstützt seit Anfang 2007 aktiv das Ausbildungs- und
Prüfungsteam. Fasziniert von den Möglichkeiten und oftmals rasanten
Fortschritten, die die Huforthopädie nach Jochen Biernat für die
Hufgesundheit bringen, hofft sie noch vielen weiteren Pferden zu
gesunden Hufen zu verhelfen und die Partner der Pferde am anderen Ende
des Führstricks für das Thema "Hufgesundheit" zu sensibilisieren.
Klaus Mast…
Jahrgang 1968, arbeitete ursprünglich als Werkzeugmechaniker und Messtechniker
in der Automobilindustrie. Zur Huforthopädie kam er durch seine Frau Isabel
Mast, deren Arbeit und Erfolge er mit wachsendem Interesse verfolgte. Entsetzt
über die Missstände und Irrtümer, die im Allgemeinen seitens der Hufbearbeitung
und - behandlung herrschen, begann er 2007 am DIfHO die Ausbildung zum Huforthopäden,
um die Verbreitung und Etablierung der Huforthopädie nach Jochen Biernat zu
unterstützen. Seit 2010 ist er in diesem Beruf selbständig, übt ihn in Vollzeit
aus und wurde im selben Jahr ins Prüfer- und Ausbilderteam berufen.
Jens Töberling wurde 1980 in Zschopau/Erzgebirge geboren und
erlernte nach dem Realschulabschluss 1996 den Beruf zum GWS-Installateur und Spengler. Nach
mehreren Auslandsaufenthalten kam er 2001 zu den Pferden und erwarb 2003 sein
erstes Eigenes in EdmontonKanada. Seit 2001 arbeitet Jens an den Hufen
und gelangte 2009 über Umwege zum DIfHO, wo er 2011 seinen Abschluss machte.
Seit diesem Zeitpunkt ist er im Prüferteam und als Ausbildungsassistent tätig.
Natalie Ernst - 1981 geboren und wohnhaft im pfälzischen Wallhalben - ist neben ihrer Tätigkeit als Bauzeichnerin Stallbetreiberin eines kleinen Pferde-Pensionsbetriebs. Die Vielzahl an Pferden mit schlechten Hufzuständen, die täglich über ihren Hof liefen sowie die schlimmem Erlebnisse an den Hufen ihres eigenen Pferdes weckten das Interesse an Pferdehufen. Über eine Kollegin entstand der Kontakt zum DIfHO. 2009 absolvierte Natalie erfolgreich die DIfHO Abschlussprüfung und ist seit 2010 im Ausbildungs- und Prüfungsgremium.
Achim Thissen1967 am Niederrhein geboren ha nach der
Ausbildung zum Tischler und dem Dienst am Staat, erst einmal für ein Jahr
Seeluft auf dem Ijsselmeer als Matrose geschnuppert. Anschließend arbeitete er
mehrere Jahre in verschiedenen Tischlereien bis er nach beruflicher Veränderung
suchte. In Flensburg wurde er handwerklicher Gestalter. Er lernte Formgebung
und Kommunikation, das Ideen nicht vom Himmel fallen und was „Form follows Function“
bedeutet. Ende 1999 kam die selbstständige Arbeit und das erste Pferd, welches
sich als nicht gerade einfach im Umgang erwies. Landläufig würde man wohl vom
Problempferd sprechen. Nach 2 ½ Jahren gab es weniger Schwierigkeiten mit dem
Pferd, aber die Arbeit als Gestalter war nicht befriedigend. Er wechselte an
eine Förderschule und begeisterte Kinder für Papprohre und entwickelte mit
ihnen daraus Produkte, entwarf und baute Möbel für ihre Klassenräume. In dieser
Zeit lernte er mehr über den Umgang mit den Pferden und erkannte Parallelen in
der Konfliktbewältigung mit Kindern. Nebenbei begann er im Bereich Natural Horse Man Ship zu
unterrichten. Er sah auch das Schwierigkeiten mit Pferden nicht nur im
Verhalten liegen sondern sich u.a. auch in den Hufen zeigen. Nach vielen
Telefonaten seiner Freundin kam die Huforthopädie zu ihm und 2008 er zur
Huforthopädie. Heute arbeitet er zufrieden als Huforthopäde und ist
Ausbildungsassistent beim DIfHO.
Gewachsen, um den gewachsenen Anforderungen gewachsen zu sein: Das Prüfer- und Ausbilderteam 2011
Obere Reihe v.l.: Matthias Rieckert, Jens Töberling, Veronika Hardorp, Achim Thissen, Lothar Kahl, Klaus und Isabel Mast, Natalie Ernst, Jürgen von Grumbkow-Pfleiderer
Untere Reihe vl.: Maria Hennings, Lisa Packebusch, Nadine Stecker, Angelika Engelmann, Wolfgang Nolte, Adriane Georgi
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