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Aires bekam als 3jähriger wegen Fühligkeit! seine ersten Eisen und lebte während der folgenden 12 Jahre mit dem Widerspruch der unterschiedlichen Ansichten der verschiedenen Hufschmiede, die ihn mal mit und mal ohne Keil, mal mit geschlossenen mal mit gewöhnlichen Hufeisen beschlugen, mal mit Rundeisen und zusätzlichen Keilen. Mit 14 Jahren im Mai 2006 hatte Aires einen ersten "Reheschub" und bekam für 7 Wochen einen sogenannten Rehebeschlag: Rundeisen, Kunststoffplatte und Silikonfüllmasse, anschließend Rundeisen mit Keilen. Am 15. April 2007 erleidet Aires einen erneuten "Reheschub" und wird auf tierärztliche Anweisung vorne mit falsch herum aufgenagelten Hufeisen und Plastikplatte beschlagen, hinten wegen Spat mit Rundeisen. Das Pferd hat bereits eine 13jährige Eisen- und Medikamentenkarriere hinter sich, als es am 17. Juni 2007 mit der tierärztlichen Vordiagnose Hufrehe in das Huftherapie- und Trainingscenter für Pferde in Hellenthal-Losheim mit dem "Auftrag zur Heilbehandlung" nach der Lehre von Frau Dr. Hiltrud Strasser überstellt wird. Während der 12 Monate zuvor wurden Aires wegen der angeblich andauernden Rehe neben diversen anderen Medikamenten, 32 Beutel Equipalazone verabreicht, allein innerhalb der letzten 3 Monate weitere 750 ml Hippopalazon. Das Foto zeigt den Zustand des Pferdes zum damaligen Zeitpunkt. Die folgenden Huffotos die verschiedenen Hufsituationen während der vertraglich vereinbarten Heilbehandlung nach der "Lehre von Dr. Hiltrud Strasser" in Hellenthal-Losheim. Oben rechts und unten: Hufbeschneidung und Hufhygiene nach der Lehre von Dr. Hiltrud Strasser Aus Sorge wegen der zunehmenden Schmerzbelastung und seines körperlichen Verfalls, wurde Aires entgegen der ursprünglich vereinbarten Behandlungszeit über mindestens 6 Monate, am 02. August 2007 trotz massivem Widerstand des Huftherapie- und Trainigscenter dort abgeholt und auf einen huforthopädisch betreuten Hof im Raum Aachen und in die Obhut von DIfHO-Huforthopädin Adriane Georgi verbracht. Bei seiner Ankunft konnte Aires kaum die vier Meter bis zur rettenden Liegestätte laufen oder länger als drei Minuten stehen, die unerträglichen Schmerzen in seinen Hufen ließen ihn nicht einmal in Ruhe liegen. Die Fotos von Aires zum damaligen Zeitpunkt und die seiner Hufe, die Art ihrer Bearbeitung sowie die Huf- und Umgebungshygiene müssen nicht besonders kommentiert werden, sie sollen ihre eigene Sprache sprechen. Die Kosten für 7 Wochen Heilbehandlung unter den hier dokumentierten Bedingungen und mit mit diesen Behandlungsergebnissen betrugen 1269 €. Mir wurde Aires erstmalig am 04. August 2007 vorgestellt. Ich fand ein über die Maßen schmerzbelastetes, unterernährtes Pferd mit offenen und schmierenden Hufsohlen vor, mit Sägebock ähnlicher Stellung während der kurzen Stehintervalle. Bei beiden Vorderhufen waren die Zehenwände eher nachlässig bzw. wie abgenagt entfernt worden, der verbreitete Hufbeinträger bis zur halben Hufhöhe freigelegt. Die Seiten- und Trachtenwände konkav verlaufend und ohne ausreichende Trachtenhöhe gekappt, sodass Aires weder die Zehenwände belasten konnte, noch eine rehetypische Entlastungshaltung über die Trachten einnehmen konnte, mit nicht versorgten offenen Hufsohlen. Als erste Hilfsmaßnahme mussten seine offenen Hufsohlen gereinigt und durch eiligst angefertigte Ringpolster geschützt und notversorgt werden, die gleichzeitig mehr Trachtenhöhe herstellen mussten. Bei der anschließenden Wundrevision wurde vorne beidseitig Hufkrebs der Sohlen- und Zehenwandlederhäute festgestellt, vermutlich eine Folge der verschleppten und nicht adäquat behandelten ehemaligen Hufrehe, wohl insbesodere auch wegen des anderen Verständnisses von Hufbetreuung und Hufhygiene nach einem offenen Sohlendurchbruch. Unten ist Aires in seiner neuen feundlichen und sauberen Umgebung zu sehen. Er steht nach der ersten Wundrevision und mit Unterstützung der Ringpolster (rechtes Foto) wesentlich entspannter als noch vor wenigen Tagen. Weil Aires seither ständig und mit zunehmendem Appetit Futter aufnimmt, wird sich analog zur Verbesserung seiner Hufsituationen, ebenfalls seine körperliche Konstitution verbessern. Es war zu dieser Jahreszeit so kurz vor der kälter werdenden Witterung auch dringend erforderlich, dass Aires buchstäblich was auf die Rippen bekam, trotzdem war Vorsicht geboten, um nicht eine erneute Stoffwechselstörung durch zu üppige Fütterung zu provozieren. Die Fotos dokumentieren die Anfänge und Ergebnise der huforthopädischen Anwendungen, sowie die körperliche Verfassung des Pferdes 4 Monate vor und nach Beginn der Betreuung in seiner neuen Rehastation. Die inzwischen erzielten Ergebnisse bei den Hufen des Pferdes und die Entwicklung seines körperlichen Zustandes sprechen eine deutliche Sprache. Sie drängen insbesondere auch deshalb Fragen nach der Verlässlichkeit und Sinnhaftigkeit der gängigen vet. med. Therapien auf, weil die orthopädische Hufreabilitierung breits nach nur 4 Monaten und ohne Medikamentengaben zu diesen Ergebnissen führte. Die Ansichten bzgl. der als notwendig erachteten hygienischen Bedingungen für eine Hufheilbehandlung und die Behandlungsformen nach der Lehre von Frau Dr. Hiltrud Strasser, stelle ich hiermit ausdrücklich zur Diskussion. Unten sind verschiedene Stadien des Werdeganges dargestellt, beginnend mit den Hufzuständen nach der Entlassung das Pferdes aus der Heilbehandlung und weiter während der folgenden 3 Monate in huforthopädischer Betreuung.
Der monatelange Leidensweg von Aires und die Schritte seiner Rehabilitierung wurden von den Besitzern durch teileise wöchentlich angefertigte Huffotos festgehalten. Wir bitten um Verständnis, dass wir hier nur einen kleinen Überblick davon zeigen können. Allerdings folgen in regelmäßigen Abständen weitere Huffotos und welche von Aires, damit die weitere Entwicklung verfolgt werden kann.
September 2007
Hier ist Aires im Winterfell und mit gedeckten Rippen. Er steht völlig entspannt, beide Vorderbeine stehen senkrecht unter dem Gewicht, hinten rechts in Ruhestellung. Die Hufsohlen sind trocken, die Hufformen normalisieren sich aber sie sind noch sehr langoval
Am 07. Januar 2008 wurde "Aires" dem Mitbegründer der Pferdeosteopathie in Europa, Janek Vluggen D.O. M.R.O. ( http://www.vluggeninstitute.com/ ) vorgestellt.
Er hatte "Aires" bereits im Oktober 2007 zu sehen bekommen, doch man
war sich einig, daß eine osteopathische Behandlung des Pferdes zu
diesem Zeitpunkt noch keinen Erfolg haben würde. Erst mussten die
Ursachen für die verkrampfte Haltung und den schmerzhaft aufgewölbten
Rücken in Ordnung gebracht werden - die Hufe.
Janek Vluggen lehnt eine Behandlung von Pferden, deren Hufe nach der
Strasser - Methode bearbeitet werden, prinzipiell ab. Denn bei diesen
Pferden müssen die Blockaden aufgrund der unnatürlichen Haltung
wiederkehren.
Er äußerte sich sehr angetan über das stark verbesserte Gesamtbild des Pferdes und die neuen Hufzustände. Das Kreuzbein war durch die schmerzbedingte Körperhaltung abgesunken und wurde erfolgreich repositioniert. Weitere Blockaden konnten gelöst und dem Pferd eine hervorragende Gesamtprognose gestellt werden. Nun wird am allmählichen Wiederaufbau seiner Muskeln gearbeitet. Die auffallend häufige Ruhestellung des rechten Hinterbeins ist seit der osteopathischen Behandlung verschwunden:
12. Januar 2008
Die Besitzer haben sich entschlossen, "Aires" auch nach seiner Genesung auf dem Hof zu belassen, so daß er im Frühjahr in eine der großen Herden eingegliedert werden kann. Dadurch kann er sich dann mit neuen Freunden täglich wieder selbst trainieren. Die Folgenden Huffotos wurden am 21. Januar angefertigt, nur 5 Monate nach Beginn der huforthopädischen Rehabilitierung. Besonders beachtenswert ist bei beiden solearen (Sohlen)-Ansichten die Rückformung der ehemals langovalen Hufformen zur rundovalen Hufform, so wie sie für die Physiologie der Vordergliedmaßen vorgesehen und sinnvoll sind.
Die Hufe 2 Wochen später..... ...und unten Aires auf einem seiner täglichen Spaziergänge. Etwa 10 bis 12 Monate benötigt die Zehenwand für einen kompletten Horndurchschub, es versteht sich daher von selbst, dass seine Hufe nach weniger als 6 Monaten noch nicht völlig wiederhergestellt sein können, zumal nicht nach den unglaublichen Hufzuständen zu Beginn des Heilprozesses. Trotz dieses Handykaps wurde konnten auch diese Hufe durch kluges Anwenden der hufphysikalischen Möglichkeiten bereits soweit rehabilitiert werden, dass Aires zwar noch etwas vorsichtig läuft, aber er läuft, und dass ständig freier. Im Vergleich zu den 14 Monaten zuvor, als er mehr lag als er lief, haben wir allen Grund zum Optimismus, Aires jetzt die gesunden Hufe verschaffen zu können, die er schon vor 13 Jahren verdient hatte, damals, als er mit den ersten "Fühligkeiten" auf seine Hufprobleme aufmerksam machte. Wir sind weder so vermessen noch so unvorsichtig, uns schon auf sicherem Terrain zu glauben, wir wissen aus Erfahrungen, dass auch bei einer "abgeheilten" ehemaligen Hufkrebserkrankung immer mit einem Rückfall gerechnet werden muss, zumindest aber solange bis die völlige Hufrehabilitation erreicht wurde.
Unten die Hufe am 09 März 2008, 7 Monate nachdem sie in völlig verwahrlosten Zuständen in huforthopädische Behandlungen durch Adriane Georgi übernommen wurden.
In dieser Haltung kam Aires am 04. August 2007 aus dem Hänger. Rechts daneben, exakt 7 Monate danach präsentiert sich ein völlig verwandeltes Pferd.
Aires kann wieder ein normales Pferdeleben führen: er wird geritten und schonend wieder aufgebaut. Außerdem wurde er völlig problemlos in eine freundlich-verspielte Jungegesellenherde integriert, in der er sich offensichtlich pudelwohl fühlt. ![]()
Möchten Sie ihr Pferd auch wieder so erleben? Dann kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne und unverbindlich: Ihre Emails schicken Sie bitte an: jochenbiernat@aol.com oder adriane.georgi@web.de Fotos: von den Besitzern, Adriane Georgi und Jochen Biernat
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