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Das Pferd wurde am 23. Juni 2009 zur stationären Behandlung der Hufkrebserkrankung des rechten Vorderhufs in die Hufrehastation Oberscheidweiler aufgenommen. Zuvor wurde der rechte Huf unter Vollnarkose in einer Klinik für Pferde operiert. Die oberen Fotos zeigen den Krankheitsherd zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme in OS.
Unten: Bei der ersten Wundrevision wurden neben einer unvollständigen Wunderöffnung weitere von der Krankheit befallene Wundregionen erkannt und freigelegt. Das Ausmaß der ebenso notwendigen wie überfälligen Eröffnungen kann auf den folgenden Fotoreihen nachvollzogen werden.
Foto oben rechts: Ein unangenehmer Nebenbefund war eine ausgedehnte und eiternde Drucknekrose am äußeren Ballen. Wie inzwischen bekannt ist, kam es zu dieser zusätzlichen Wunde wegen eines vom TA angeordneten Spezialbeschlags. Dieser sollte angeblich geeignet sein die Ausdehnung der Erkrankung auf noch gesunde Lederhautpartien zu verhindern! Fotos dieses Spezialbeschlags weiter unten. Unten links die Drucknekrose nach 10 Tagen peinlichster Wundrevisionen, mittig umfangreich abgestorbenes Gewebe, welches vom Körper abgestoßen wird. Ebenso unverständlich wie diese tierärztliche Anordnung ist, dass bei der zuvor unter Vollnarkose erfolgten OP nicht sämtliche vom Hufkrebsbefallenen Partien eröffnet wurden, und statt dessen der mediale Strahlkissenanteil nahezu komplet chirurgisch entfernt wurde. Hier wurde - wohl in der Annahme es handelt sich tatsächlich um karzinomatöses Gewebe - weit über das "Ziel hinausgeschossen" und eine irreparable Verstümmelung des Strahlkissens und des Hornstrahls inkauf genommen, während die offensichtlich notwendigen Hornresektionen und Wundbehandlungen unterblieben.
Unten: Etwa 4 Wochen später zeigt sich welch unglaubliches Rehabilitationspotential die Huflederhäute entwicklen können, wenn man sie hierzu in die Lage versetzt und bei den Rehabilitierungsprozessen unterstützt. Deutlich erkennbar sind bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wesentliche Anteile der Strahlkissenwunde wieder mit einer Lederhaut überzogen und mit erstem Horn bedeckt, die ehemals ausgedehnte und eiternde Ballenwunde ist nahezu komplett ausgranuliert. (Unten rechts)
Unten: Die unnötige Strahlkissen-Resektion hat den vollständigen Verlust des medialen Trahlkissenanteils sowie der mittleren Strahlfurche zur Folge, d.h. dass der Huf auch nach der kompletten Wiederverhornung seinen ursprünglichen Funktionen und Aufgaben nicht mehr in Gänze gerecht werden kann.
Unten: Als handwerkliche Meisterleistung und gleichzeitig als Indiz für Orientierungslosigkeit muss der "Spezialbeschlag" bewertet werden, mit dem der TA den sogenannten Hufkrebsbehandeln wollte. Hier stellt sich einmal mehr die Frage nach den anatomischen Kenntnissen des beteiligten TA bzgl. der Hufe, und weshalb sich der Hufschmied dazu veranlassen ließ, diese zusätzliche Verletzung des Pferdes inkauf zu nehmen.
Unten: Der Huf am 15.08.2009. Bereits nach weniger als 2 Monaten ist die Hufkrebstherapie abgeschlossen und die Folgen der chirurgischen Meisterleistung sowie die des "Spezialbeschlags, die ehemalige Ballenwunde, sind abgeheilt. Das Pferd wird am 26. September, also nach nur 3 Monaten geheilt aus der stationären Behandlung entlassen und ambulant von einer/m im DIfHO ausgebildeten Hufothopädie/n weiter betreut. Besonders erfreulich: Die Besitzerin des Pferdes hat sich aufgrund ihrer diesbezüglich einschlägigen Erfahrungen mit der Vet.-Med. und der DIfHO-Huforthopädie, zum Studium der Huforthopädie entschlossen und bereits für den im kommenden Januar startenden Studiengang angemeldet.
Huffotos vom Tag der Entlassung aus der stationären Behandlung folgen.
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