Die
Frontansichten der Vorderhufe der ausgesprochen lebenslustigen Stute
vermitteln einen untrügerischen Eindruck über den katastrophalen
Einfluss verdorbener Hufe auf die Beinstatik und die behaarten
Umgebungsgewebe. Hier ist besonders auf die völlig deformierten
Hufkronen und die hoch reichenden Irritation der sensiblen
Gewebe oberhalb der Hufkronen hinzuweisen.
Unten: Gwendis Hufe nach Abnahme der Eisen am 01.01.1009. Infolge von huforthopädisch günstig wirkenden Hufpolstern und nur 14 Tage nach der stationären Aufnahme, sind in den Hufkronen erste Anzeichen für eine Beruhigung der Spaltenbildung erkennbar.
Unten die Frontansichten am 23.01.2009. Hier ist bereits deutlich festzustellen, dass mit den ersten Verbesserungen der Hufgrundformen ebenfalls die Spaltentätigkeit offensichtlich gestoppt wurde. Unten: Am 08.03.2009 und 8 Wochen nach der Eisenabnahme sind die ehemals bis in die Hufkrone reichenden Spalten bereits ca. 2 cm geschlossen nach unten geschoben. Anhand der intakten Hornstrecke ist ist nachvollziehbar, dass bereits mit der ersten huforthopädischen Behandlung die Spaltentätigkeit unterbunden werden konnte. Ich möchte darauf hinweisen, dass neben der angewandten Huforthopädie weder Zusatzstoffe gefüttert wurden, noch äußerlich anzuwendenden Substanzen zum Einsatz kamen.
Unten: Die aktuellen Huffotos sind vom 24. Mai. Sie zeigen, dass der Heilvorgang wie gewünscht und erwartet voranschreitet. Wenkehatte entgegen aller Prognosen bisher nie Probleme mit den Hufen, sondern genießt vom ersten Tag ihres Aufenthaltes an den täglichen Koppelgang. Inzwischen sind seit Beginn ihrer stationären Hufbehandlung vor bald 5 Monaten, die ehemals bis über die Hufkrone reichenden Spalten um ca. 5 cm heruntergeschoben. Wie am aktuellen Zustand der Hufe erkannt wird, hat Wenke die längste Zeit bei uns bereits hinter sich.
Unten: Dem Heilungsverlauf bei Wenkes Hufen muss ich den Fall dieses bedauernswerten Pferdes gegenüberstellen. Das Pferd musste jahrelang mit sogenannten Korrekturbeschlägen "leben" die angeblich geeignet sein sollten seine zerstörten Huf zu heilen, es wurde schließlich eingeschäfert. Ein Fall von Tausenden oder Abertausenden? Wer kann schon beziffern wieviel Pferde auf diese oder ähnliche Arten und Weisen zunächst monate- bis jahrelang vor sich hin vegetieren und Qualen erleiden müssen bis sie schließlich "erlöst" werden? Wie ist es möglich dem Tierschutz gerecht zu werden, wenn auf Seiten der Tierärzte und Hufschmiede noch immer nicht akzeptiert wird, dass es erstens ebenso unsinnig wie kontraprduktiv ist an althergebrachten Verfahrensweisen festzuhalten, obwohl offensichtlich keine Heilungserfolge eintreten oder zu erwarten sind. Sind das eklatante Verstöße gegen den Tierschutz oder etwa bedauernswerte Kavaliersdelikte? Wird es nicht, wo doch alle mit den Pferden befassten Fachleute immer wieder betonen, dass "doch alle nur das Beste für die Pferde wollen" jetzt höchste Zeit anzuerkennen, wann man mit seinen eigenen Mitteln am Ende ist, und, dass es doch offensichtlich Optionen gibt, die Hufe wieder in gesunde Zustände zurückzuführen? Die Huforthopädie und was sie zu leisten vermag ist inzwischen nicht mehr so unbekannt. Wie kann es da sein, dass die ja ebenfalls bedauernswerten Pferdebesitzer nicht dahingehend beraten werden, sondern eher zum Stillhalten und Durchhalten gewungen sind? Wie ist es möglich, dass die sich dermaßen entmündigen lassen und endlos lange zusehen wie die Hufe ständig schlimmer werden, ihre Pferde offenbar leiden und kein Schimmer erkennbar wird, welcher auf die Erlösung von den Qualen hindeuten würde? Aber Ultima Ratio steht ja noch die Tötung zur Verfügung. Es macht mich wütend und traurig zu wissen, dass wir alle uns nie für diese Missetaten bei den Pferden entschuldigen können. Es macht mich aber nicht tatenlos, geschweige denn werde ich resignieren, sondern weiterhin alle Figer in die Wunden legen und an die Einsicht appelieren, dass das, was vielen Pferden seit jahrhunderten angetan wird nicht mit dem Tierschutz vereinbar ist, sondern einmal als Schande für die Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters gelten wird.
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Frontansichten der Vorderhufe der ausgesprochen lebenslustigen Stute
vermitteln einen untrügerischen Eindruck über den katastrophalen
Einfluss verdorbener Hufe auf die Beinstatik und die behaarten
Umgebungsgewebe. Hier ist besonders auf die völlig deformierten
Hufkronen und die hoch reichenden Irritation der sensiblen
Gewebe oberhalb der Hufkronen hinzuweisen.







